PECM-Technologie

Die Präzise Elektrochemische Metallbearbeitung (kurz PECM) ist ein kaltes, berührungsloses Abtragsverfahren mit vibrierender Elektrode und geregeltem Arbeitsspalt, das es ermöglicht, den Werkstoff gezielt und gesteuert zu lösen. Mit Hilfe dieser Technologie lassen sich Teile herstellen, die höchste Präzision und Effizienz erfordern.

Zwischen der Elektrode und dem zu bearbeitenden Werkstück wird ein gepulster Gleichstrom angelegt, welcher durch das Elektrolyt zum Werkstück fließt. In diesem elektrochemischen Prozess löst sich das Werkstück entsprechend der Geometrie der nachfahrenden Elektrode anodisch auf. Die herausgelösten Metallbestandteile werden vom strömenden Elektrolyt effizient weggespült. Daher ermöglicht diese Technologie die präzise formgebende Bearbeitung nahezu aller metallischen Werkstoffe, unabhängig von ihrer Härte oder Festigkeit. Die Prozessparameter können exakt auf die jeweiligen Werkstoffeigenschaften abgestimmt werden, wodurch höchste Oberflächenqualitäten erzielt werden. Besonders in der Medizintechnik und Luft- und Raumfahrtindustrie findet dieses Verfahren Anwendung, da es die Bearbeitung komplexer Geometrien ohne Gefügebeeinflussung ermöglicht.

PECM Abformung eines Produkts in der Maschine

WTN – Ihr kompetenter Partner in puncto PECM

Bild zeigt eine isolierte-PECM-Elektrode bei WTN hergestellt.

Als „Full Service Supplier“ berücksichtigen wir die PECM-Technologie bereits bei der konstruktiven Auslegung Ihrer Werk­zeuge, damit Sie den größten Nutzen davon haben. Aufgrund unserer hohen Fertigungstiefe können alle notwendigen Rohlinge, Vorrichtungen und vor allem die Elektroden im eigenen Werkzeugbau produziert werden.

Auch die vielfältigen Möglichkeiten unserer Quali­täts­sicherung gewährleisten, dass Ihre Werkzeuge mit der optimalen Messmethode geprüft werden. Profitieren Sie von den vielen Vorteilen dieser Techno­logie und unserem Know-how! Die WTN-Experten stehen Ihnen für Fragen jederzeit zur Verfügung und beraten Sie gerne ausführlich.

Die Vorteile im Überblick

Da es sich um ein kaltes, berührungsloses Bearbeitungsverfahren ohne Wärmeeintrag handelt, bietet diese Technologie viele Vorteile gegenüber konventionellen Metallbearbeitungsverfahren.

Kein prozessbedingter Elektrodenverschleiß
Mit einer einmalig gefertigten Elektrode kann eine nahezu beliebig Anzahl gleicher Teile hergestellt werden. Daher eignet sich dieses Verfahren sehr gut für Klein-/Großserien und die Prototypenfertigung.
Rauigkeiten bis
Ra 0,05 µm sind möglich
Eine Finishbearbeitung des Werkzeugs ist somit nicht mehr erforderlich.
Schruppen, Schlichten und Polieren in einem Arbeitsgang
Während des Arbeitsganges werden keine unterschiedlichen Elektroden benötigt und es muss kein Elektrodenwechsel stattfinden.
Keine
weißen
Schichten
Das Werkzeug weist höhere Standzeiten auf, da durch dieses Verfahren keine weißen Schichten entstehen.
Kein Temperatureintrag ins Werkstoffgefüge
Da prozessbedingt keine thermischen oder mechanischen Belastungen auftreten, entstehen auch am Werkzeug keine Gefügeänderungen oder Mikrorisse. Zudem kommt es zu keinem wärmebedingten Werkzeugverzug.
Ansprechpartner PECM
Bild von Thomas Schneider - Technischer Kundenberater - Werkzeugtechnik Niederstetten GmbH & Co. KG

Thomas Schneider
Techn. Kundenbetreuer

+49 7932 9120-11

Bild von Frank Baumgartl - Konstruktion - Werkzeugtechnik Niederstetten GmbH & Co. KG

Frank Baumgartl
Konstruktion

+49 7932 9120-30